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Jetzt geht's los: Zwei Monate Philippinen mit dem Backpack

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Die Anreise im Flieger streicht man ja gerne aus dem Reisetagebuch, weil oft lang, unspektakulär und ohne bleibende Erinnerungen. Unser Flug von München nach Manila über Saudi Arabien war anders, irgendwie besonders, hinterließ Fragen und darf deshalb getrost als erster Reisetag unserer Philippinen-Reise gezählt werden.

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ÜBER DEN WOLKEN ZWISCHEN DEN WELTEN

[/vc_column_text][vc_column_text]Sonntag im Januar, 10.00 Uhr, 0 Grad. Wir starten unsere zweimonatige Backpacking-Reise zu den Philippinen. Erste Etappe ist ein fünfstündiger Flug von München nach Dschidda, Saudi Arabien. Die kleine Maschine ist vielleicht zu einem Drittel gefüllt. Bis auf uns beide und einem weiteren Alleinreisenden sitzen hier fast nur junge arabische Männer, die wohl auf Besuchsreise nach Hause sind.

Die Flugbegleiterinnen der saudischen Airline sind trotz Verspätung entspannt und sehen in ihren blauen Uniformen, flatternden Schleierhüten und goldenem Teint stilvoll und schön und eher wie Zugehörige des saudiarabischen Königspalastes aus.

Ein unverständliche Begrüßung des Piloten, dann per Durchsage ein kurzes Gebet wie es Allah angeblich vor dem Reisen gesprochen hat. Klingt schön. Und trotzdem zucke ich bei „Allahu Akbar“ kurz zusammen, was mich selbst überrascht. So sehr hat sich dieses ungute Gefühl, das der grauenhafte Missbrauch dieses spirituellen Verses hinterlässt, also schon in meinem Unterbewusstsein festgesetzt. Ich muss noch länger darüber nachdenken.

Die Gelegenheit dafür ist gut: keine Kids, kein Gequatsche, über drei Sitze ausbreiten – das ist unser ruhigster Flug aller Zeiten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1551246172433{padding-bottom: 10px !important;}“][vc_column][vc_single_image image=“6831″ img_size=“full“ alignment=“center“]

Mit Wartezeiten waren wir von München nach Manila knapp 24 Stunden unterwegs

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VEGAN REISEN WIRD SCHON JETZT EINE HERAUSFORDERUNG

[/vc_column_text][vc_column_text]Zum Mittagessen haben wir die Auswahl „Chicken or meat?“ – vegetarisch ist nicht mal der Salat. Wir wissen nicht, was wir der Stewardess antworten sollen. Vor ein paar Monaten haben Tom und ich beschlossen, gänzlich auf Fleisch zu verzichten. Es ist seitdem unser erster Flug und wir hatten einfach nicht auf dem Schirm, dass wir vorher vegetarisches Essen bestellen oder uns etwas mitnehmen müssen.

Wir nehmen Reis mit Hühnchen, stochern in der Aluschale herum und ärgern uns ein bisschen über uns selbst. Den Kaffee trinke ich fast schon aus Protest schwarz (sonst mit der gleichen Menge Hafer-Soja-Milch – schwarz geht eigentlich gar nicht :D) und plane schonmal im Kopf, wie wir das auf zukünftigen Flugreisen mit dem Essen organisieren können.[/vc_column_text][vc_column_text css=“.vc_custom_1557493701173{padding-top: 25px !important;padding-bottom: 8px !important;}“]

VIEL KULTUR IM GAR NICHT MAL SO NEUTRALEN LUFTRAUM

[/vc_column_text][vc_column_text]Währenddessen beobachte ich unseren Nachbarn in der nebenliegenden Sitzreihe. Er betet mit bewegtem Oberkörper, aber geschlossenen Augen und lautlosen Worten.

Später werden auch wieder Gebetsverse über die allgemeinen Lautsprecher gesendet. Ich versuche die englische Übersetzung auf den Bildschirmen mitzulesen. Allah wird gepriesen. Aber ziemlich einsam, denn die meisten um uns schlafen einfach weiter.

Dicht neben Dschidda am Roten Meer liegt die Pilgerstadt Mekka. Wieviele Kilometer uns noch vom Allerheiligsten der islamischen Welt trennen, zeigen uns die Board-Bildschirme gleich neben der Entfernung zum Zielflughafen ständig aktualisiert an. Der Haddsch, wie die muslimische Wallfahrt nach Mekka heißt, ist wohl auch der Reisegrund unseres Sitznachbarn. Denn noch vor dem Landeanflug verschwindet er mit Sack und Pack auf die Toilette, schlüpft aus Jeans und Pullover, rein in Flipflops und das traditionelle Pilgergewand: zwei weisse Frotteetücher, die einseitig schulterfrei um den Körper geschlungen sind.

„Ziemlich gewagtes Outfit“, denken wir so bei uns, bis uns Google später erklärt, dass diese Kleidung während der Wallfahrt genau die gegenteilige Funktion hat: die ungesäumten, schlichten Tücher symbolisieren die Gleichstellung aller Gläubigen vor Gott, ungeachtet der Klasse und Herkunft.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=“.vc_custom_1551241447728{padding-bottom: 28px !important;}“][vc_column][vc_column_text css=“.vc_custom_1557493711264{padding-bottom: 8px !important;}“]

DSCHIDDA, SAUDI ARABIEN – 6 STUNDEN ORIENT

[/vc_column_text][vc_column_text]Dschidda. 25 Grad, es riecht nach Kerosin. Arabischer Gesang begrüßt uns im Ankunftsbereich, Ordner in landestypisch weissen Gewändern und rot-weiss-karierten Kopftüchern zeigen uns sofort den Weg. Zwei Duty Free Shops mit dem Üblichen. Coffee Shops und Bäckereien mit fettig-pappsüßem Zeug in der Auslage – also auch das Übliche. Der Rest des Dschidda King Abdulaziz Airports ist anders.

Für den erneuten Security Check unseres Handgepäcks werden wir getrennt. Eine Schlange für die Männer, eine für die Frauen. Naja, Schlange kann man das eine nicht nennen: unser Flug ist gerade die einzige Landung und mit mir reisten aus München nur noch zwei weitere Frauen.

Rucksack aufs Band, einmal ableuchten, kein Wortwechsel, that’s it. Obwohl ich – strohblond und mit pinker Daunenjacke – hier auffalle wie ein bunter Hund, bin weder ich noch mein Gepäck von großem Interesse.

Tom steht wie alle Männer an, muss ausziehen, auspacken und einem Beamten unsere Kameradrohne präsentieren. Ich seh ihn von Weitem. Helle Haut, Sommersprossen und sein knallblauer Fleece-Pulli lassen ihn genauso aus der Masse stechen wir mich.

Die übersteuerte Lautsprecherstimme in der Wartehalle brüllt extrem laute und komplett unverständliche Durchsagen im Minutentakt. Schon nach kurzer Zeit dröhnt uns der Schädel.

Nach unseren Ohren sind schnell auch alle andere Sinne in dem dichten Gewusel von Reisenden überfordert: Araber, Inder und indonesische Reisegruppen, eine davon geschlossen in violett-gelben Blumengewändern. Service-Mitarbeiter mit Handbesen und Mundschutz. Männer mit Turban, Kofia (eine gelochte Stoffmütze) und allen Arten von uns unbekannten Kopfbedeckungen. Frauen unter schwarzen Gewändern, wallenden Roben oder mit modischen Kopftüchern umschlungen. Jugendliche um den Handy-Ladesäulen von Huawei. Viele Alte, die ihre Reise sogar noch im Rollstuhl antreten. Ein paar Durchreisende in westlicher Kleidung. Wie Backpacker sehen aber nur wir aus.

Es ist wieder Gebetszeit. Die Prayer Area ist überall ausgeschildert: Ein mit Sichtschutz und ausgelegten Teppichen abgegrenzter Bereich am Rand der Halle. Davor stapeln sich zig Paar Schuhe.

Wohl auch deshalb stehen die Männertoiletten unter Wasser. Vor dem Beten wird sich das Gesicht erfrischt und die Füße gewaschen. Hier eben im Waschbecken – Flughafen hin oder her.

Wir ergattern einen Platz direkt vor dem Fenster zum Rollfeld, durch das wir den Orient aber jetzt nur noch in 1000 gelben Lichtern erahnen können. Es ist früher Abend und hier wird es blitzschnell dunkel.

In gut sechs Stunden geht unser Anschlussflug nach Manila und vor dieser Geräuschkulisse fühlen sich die wirklich so lange an wie 1001 Nacht.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“6881″ img_size=“full“ alignment=“center“]

Jetzt kann unser Philippinen-Abenteuer beginnen

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Aber erstmal brauchen wir eine Hängematte!

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MANILA, PHILIPPINEN – 8 TAGE ODER 8 WOCHEN?

[/vc_column_text][vc_column_text]Nach weiteren neun Stunden durch die Nacht und ein paar englischen Filmen mit arabischen Untertiteln landen wir mit einem Zeitsprung von sieben Stunden gegen Mittag in Manila auf den Philippinen.

Bevor wir uns dem asiatischen Großstadtkampf stellen, wartet erstmal ein kleinerer mit der Dame am Schalter für unser Visum at Arrival: Touristen werden auf den Philippinen erst einmal nur 30 Tage geduldet, danach muss das Visum auf einer Behörde verlängert werden.

„How long do you stay?“ fragte mich die grimmige Beamtin. „8 weeks“, sagte ich.
„8 weeks?!“ „Yes.“
„8 days or 8 weeks?“ „8 weeks.“
„What’s the name of your hotel?“ „Äh, we don’t have one.“
„What’s your next station after Manila?“ „Puh, we haven’t made a plan yet…“
Sie schaute mich mit dem Blick an, der alles bedeuten konnte von „Hell yeah, das ist mal ’ne Reise!“ bis „Hoffentlich überlebt die Kleine hier solange.“ Ich lächelte freundlich und dachte mir das gleiche.

Dann quetschte sie meinen Finger auf das Fingerprint-Lesegerät und zimmerte endlich ihren Stempel in meinen Pass.

Ok, kann losgehen. Let’s travel![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“6936″ img_size=“full“ alignment=“center“ style=“vc_box_shadow_3d“ onclick=“custom_link“ css_animation=“none“ css=“.vc_custom_1551714292881{padding-bottom: 25px !important;}“ link=“https://nomadsandrebels.de/philippinen-manila-reisebericht“][/vc_column][/vc_row][vc_row disable_element=“yes“][vc_column]

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