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Port Barton ✺ Lässig, entspannt, genau unser Ding

★ Philippinen Backpacking - Port Barton auf Palawan

Port Barton, Philippinen - Unser Reisebericht und alle Tipps

Lässige Chillout-Cafes mit dicken Sitzsäcken und bunten Hängematten. Mango-Avocado-Smoothies und im Hintergrund ein bisschen Bob Marley. Morgens Yoga, abends Yoga und dazwischen eine Runde auf dem SUP durch die Bucht paddeln. So ähnlich stellen wir uns einen Tag im Himmel vor. Jetzt wissen wir: Gibt’s auch schon in Port Barton. Das kleine Strandörtchen auf der philippinischen Insel Palawan ist ein Paradies für Backpacker, die es ruhig angehen wollen. Also genau unser Ding!

Hier findest du unseren Reisebericht und Tipps zu An- und Weiterreise, Unterkünften, Yoga, Beach und Restaurants mit Veggie- und Healthy Food in Port Parton auf Palawan.

ANREISE VON PUERTO PRINCESSA NACH PORT BARTON

Port Barton ist unser erstes Ziel auf der Insel Palawan. Von Manila bis auf die Insel Cebu haben wir es in den letzten sechs Wochen mit Bussen und Fähren geschafft. Um von Cebu City auf Palawan zu gelangen, buchen wir den einzigen Inlandsflug unserer zweimonatigen Philippinenreise.

Nach einer guten Stunde Flugzeit stehen wir vor der Tür des kleinen Airports in der Inselhauptstadt Puerto Princessa und lassen uns direkt von einem Shuttle-Anbieter überreden, zusammen mit einer Gruppe von deutschen Backpackern einen Mini-Van nach Port Barton zu buchen. 400 Pesos pro Person (6,80 Euro) sind zwar – für lokale Verhältnisse – nicht gerade ein Schnäppchen, aber nach einer ziemlich abenteuerlichen Fahrt über Schotterpisten, durch Millionen von Kurven und einer Baustelle nach der anderen (wissen wir natürlich erst hinterher) empfinden wir diese Entscheidung dreieinhalb Stunden später als goldrichtig.

Port Barton, Philippinen - Unterkunft am Strand

Port Barton - Hier spielt das ganze Leben am Strand

UNTERKÜNFTE IN PORT BARTON

Da Port Barton ein kleines Örtchen ohne große Bettenbunker oder gar Luxushotels ist, aber leider auch schon längst kein mehr ganz so geheimer Geheimtipp, wurde uns empfohlen, sich besonders in der Hochsaison von Februar bis April schon vorab um eine Unterkunft zu kümmern. Haben wir gemacht – ging leider trotzdem schief.

DEEP MOON RESORT – LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK

Als wir gegen Mittag vollbepackt und nass geschwitzt im Deep Moon Resort ankommen, verlieben wir uns auf den ersten Blick schon in das Haupthaus des gemütlichen Resorts. Der perfekte Chillout-Remix aus gutem Reggae-Sound, Meeresbrandung und dem beruhigenden Klang eines großen Bambus-Windspiels wehen uns um die Ohren. Auf dem Tresen zur Küche stapeln sich Kilos von Mangos, Bananen und Avocados. Dicke Sitzsäcke laden zum Ozean-Fernsehen ein. Wir wollen nur noch unsere Rucksäcke ins Zimmer schmeissen und ab an den Strand!

Umso tiefer rauscht unsere Stimmung in den Keller, als wie erfahren, dass unsere Zimmerreservierung (trotz Email-Bestätigung durch den Chef persönlich) aus irgendeinem Grund doppelt vergeben wurde und die Unterkunft für heute Nacht komplett ausgebucht ist.

Hilft nix. Wir schalten in den Backpacker-Autopiloten, organisieren uns und klappern den Strand ab, wo in Port Barton fast alle Unterkünfte direkt nebeneinander liegen.

Cooles Baumhaus - Das Ausan Beach Resort in Port Barton

Baumhaus mit Seaview im Ausan Beach Front

Direkt am Strand - Das Deep Moon Resort in Port Barton

Gemütliche Hütten im Deep Moon Resort

WEITERE BEACH-RESORTS IN PORT BARTON

Wirklich cool sieht das Baumhaus des Ausan Beach Front* mit einfach königlichem Blick aufs Meer aus. Leider „fully booked“.

Die Zimmer im Elsa’s Beach Resort* sind nett, riechen im Haupthaus zum Garten aber ziemlich feucht, weshalb uns 2000 Pesos die Nacht (34 Euro) echt überteuert erscheinen. Die Cottages am Strand sind luftiger, aber ebenfalls bereits ausgebucht.

Wir nehmen schlussendlich eine Hütte ein paar Meter weiter den Strand runter: Bett mit Moskitonetz, Fan, zwei Glühbirnen und eine Toilettenschüssel ohne Klospülung – also eher simpel, aber für 1000 Pesos (17 Euro) ok für eine Nacht.

An etwas abgelegenen Orten muss man sich auf den Philippinen oft mit dem Nötigsten zufrieden geben. Hier ein kleiner Tipp: Wenn du mal vor der Entscheidung stehen solltest, nimm lieber das Moskitonetz als die Klospülung!

DEEP MOON RESORT – BESTES FRÜHSTÜCK & YOGA

Am nächsten Morgen können wir umziehen in unser eigentlich gebuchtes Zimmer Deep Moon Resort. Bis auf die Startschwierigkeiten bleibt das unsere Empfehlung in Port Barton. Schon allein wegen der Auswahl an gesundem Frühstück – müssen wir mehr sagen als Matcha Latte, Avocado-Smoothie, Chiapudding und Oatmeal-Bowl? – und den wunderschönen Yoga-Sessions die immer morgens und zum Sonnenuntergang auf der offenen Holzterrasse im Obergeschoss stattfinden. Beides kann aber auch von Gästen aus anderen Resorts genossen werden.

Für noch mehr Restaurant-Tipps in Port Barton scroll down!

Yoga-Session am Strand in Port Barton

Meditation & Yoga

Vegan und gesund Essen ist in Port Barton leicht und lecker

Vegan Frühstücken

DER STRAND VON PORT BARTON

Die Bucht von Port Barton ist überschaubar und wirklich wunderschön. Heller, weicher Sand und glasklares Wasser, das bei unserer Reise im März Badewannentemperatur hat (was leider auch die Wohlfühlumgebung für Quallen ist, deshalb ein bisschen Augen auf beim Baden!).

Am frühen Vormittag, wenn die meisten Boote mit den Insel-Hoppern raus aus der Bucht sind, ist es super entspannt am Strand. Baden, sonnen, auf’s Meer schauen. Repeat.

Am Abend kommt chillige Strandfestival-Stimmung auf. Alle Resorts decken ihre Tische im Sand, schmeißen den Grill an und knipsen ihre bunten Lichterketten an. Irgendwo gibt’s immer Live-Musik, überall kleine Gläschen mit Rum-Cola. Zuschauen wie die rot-gelbe Sonne ins Meer eintaucht ist gratis. Gedanken wie „Mann, ist das Leben schön!“ garantiert…

Beach in Port Barton: Herrlich entspannt

Baden. Sonnen. Repeat

Sonnenuntergang am Strand - in Port Barton ganz besonders lässig

Sundowner mit Füßen im Sand

RESTAURANTS IN PORT BARTON & VEGGIE-FOODTIPPS

Nach den letzten sechs Wochen auf den Philippinen mit eher bescheidener Auswahl an guten vegetarischen geschweige denn veganen Restaurants, hüpft in Port Barton unser Herz endlich mal wieder bei der Frage, wohin es heute zum Essen geht. Die Auswahl für Vegetarier, Veganer und Healthy People ist hier wirklich außergewöhnlich im Vergleich zum Rest der Philippinen.

Besonders gut gefällt uns, dass sämtliche Restaurants, die wir besuchen – obwohl natürlich weit entfernt von traditioneller einheimischer Küche –  von Philippinos betrieben werden. Unser Geld bleibt also bei den Menschen vor Ort und das ist ein ganz wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit auf Reisen.

Vom Frühstück im Deep Moon Resort haben wir ja schon genug geschwärmt – zusammen mit dem Blick aufs Meer und vorher vielleicht einer Yoga-Session auf der Terrasse bleibt es unser Tipp für einen tollen Start in den Tag in Port Barton. Übrigens: den Kaffee würden wir uns hier wie auch sonst überall auf den Philippinen sparen und im Deep Moon lieber einmal den Matcha-Latte mit Sojamilch probieren (grün, sweet und köstlich).

Einmal wechseln wir zum Frühstücken für ein Oatmeal auch die Strasse runter ins Mabuti Eat & Chill. Lohnt sich, wenn auch ohne Meerblick.

Das einzige rein vegetarisch-vegane Restaurant in Port Barton liegt gleich gegenüber vom Deep Moon. Imas Vegetarian Restaurant ist einfach, aber Tofu und Burritos machen satt und fröhlich.

Wer Lust auf Veggie-Burger hat, kann dem Reef Cafe einen Besuch abstatten. Hier gibt es alle Burger auch mit vegetarischem Patty.

Unser Highlight und deshalb gleich zweimal zum Abendessen besucht, ist aber eindeutig Pizza Gorgonzola. Mit einem riesigen Holzofen, einem gemütlichen Garten zum Sitzen und den mit Abstand allergrößten Knusper-Pizzen, die wir je gesehen haben, ist dieser Laden in Port Barton ein Muss. Und das allerbeste: Es gibt tatsächlich Pizza mit veganem Käse. OMG – in Love…

Port Barton ist klein, aber voll guter Restaurants
Port Barton: Gut frühstücken im Deep Moon Resort
Pizzeria in Port Barton: Das Gorgonzola
Vegane Pizza in Port Barton

SUP, KAJAK & ISLAND HOPPING IN PORT BARTON

In Port Barton ist vor allem entspanntes Abhängen am Beach und in den Cafés, Lesen oder für Digitale Nomaden Arbeiten mit Sea-View angesagt. Wer ein bisschen Abwechslung braucht, kann direkt vom Strand zu verschiedenen Island-Hopping-Touren auf die umliegenden Inselchen aufbrechen. Die Buchung ist fast in jedem Resort und bei einem kleinen Shop im Ort möglich oder du lässt dich direkt am Strand anheuern. Uns wurde von den Touren viel Gutes berichtet, da wir aber noch zwei geplante Touren in El Nido und auf Coron vor uns hatten, haben wir das Island-Hopping in Port Barton ausgelassen.

Wer die nähere Inselumgebung auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich auch Kajaks ausleihen.

Wir haben uns am späten Nachmittag am Strand zwei SUPs (Standup-Paddle-Boards) ausgeliehen (für je 200 Pesos die Stunde) und den wunderschönen Sonnenuntergang in der Bucht auf dem Wasser genossen. Von diesen Bildern träumen wir heute noch…

Backpacking in Port Barton auf Palawan

Das Leben muss auch mal leicht sein

Port Barton: Mit dem Standup-Board in den Sonnenuntergang

Immer der Sonne entgegen

WEITERREISE VON PORT BARTON NACH EL NIDO

Nach vier ganz entspannten Tagen in Port Barton, geht es für uns weiter nach El Nido im Norden von Palawan. Den vierstündigen Shuttle im Mini-Van buchen wir am Tag vor der Weiterreise, weil die am nächsten Morgen schon um 8:00 Uhr startet.

Es gibt mehrere Anbieter für den Transport von Port Barton nach El Nido, aber die Fahrt kostet überall 600 Pesos pro Person (ca. 10 Euro).

PORT BARTON – UNSER GREEN CHECK 🌿

In unserem Green Check schauen wir, wie gut eine Destination auf Naturschutz, Nachhaltigkeit und sanften Tourismus eingestellt ist.

  Gut hat uns in Port Barton der saubere Strand gefallen.

  Wirklich sichtbar sind auch die Bemühungen der meisten Resorts und Restaurants: Bambusstrohhalme, Verzicht auf Einwegprodukte und Wasserspender sind hier die Regel – nicht die Ausnahme. Aber es liegt an uns als Reisenden diese Möglichkeiten vor Ort dann auch zu nutzen.

  Dass in so einem kleinen Ort wie Port Barton nachts die Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung für mehrere Stunden abgeschaltet werden, ist konsequent und macht Sinn.

Wir hoffen so sehr, dass dieser beschauliche Fleck seinen positiven Charme immer behalten wird und der Tourismus hier umweltverträglich und mit Feingefühl wächst.

Wenn dir unser Artikel gefallen oder bei deiner Reiseplanung weitergeholfen hat, lass uns doch gerne einen Gruß hier in den Kommentaren da oder markiere uns auf deinem Reisefoto @nomadsandrebels bei Instagram.

Wir sind auch sehr gespannt, wie es mit Port Barton in Zukunft weitergeht. Deshalb würden wir uns über deine Reiseberichte zu Port Barton hier sehr freuen!

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