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Nachhaltig leben - Mehr Umweltbewusstein

Nachhaltig zu leben wird vielen immer wichtiger: weniger Plastik, eine gesunde Ernährung, Second Hand kaufen, mehr Zeit statt Zeug sammeln und auch mal die Bahn nehmen. Die Sehnsucht nach einem natürlicheren und nachhaltigem Leben ist so groß wie nie!

Doch bedeutet Nachhaltigkeit für manche auch eine echte Lebensumstellung und viele scheitern daran, ihr Umweltbewusstsein auch wirklich in den Alltag zu integrieren: Keine Zeit, alles viel zu umständlich, Öko ist teuer, meine Familie zieht da nicht mit und überhaupt, wo soll ich da anfangen?!

Hört sich ganz nach deiner Stimme im Kopf an und trotzdem möchtest du endlich nachhaltiger leben?

Hier sind meine sieben Tipps, wie du dein Umwelt- und Selbstbewusstsein stärken kannst und ein grüner Lifestyle easy gelingt! 

Nachhaltig leben - Tipps für dein Umweltbewusstsein

Nachhaltig zu leben wird vielen immer wichtiger: weniger Plastik, eine gesunde Ernährung, Second Hand kaufen, mehr Zeit statt Zeug sammeln und auch mal die Bahn nehmen. Die Sehnsucht nach einem natürlicheren und nachhaltigem Leben ist so groß wie nie!

Doch bedeutet Nachhaltigkeit für manche auch eine echte Lebensumstellung und viele scheitern daran, ihr Umweltbewusstsein auch wirklich in den Alltag zu integrieren: Keine Zeit, alles viel zu umständlich, Öko ist teuer, meine Familie zieht da nicht mit und überhaupt, wo soll ich da anfangen?!

Hört sich ganz nach deiner Stimme im Kopf an und trotzdem möchtest du endlich nachhaltiger leben?

Hier sind meine sieben Tipps, wie du dein Umwelt- und Selbstbewusstsein stärken kannst und ein grüner Lifestyle easy gelingt! 

1.  Dein nachhaltiges Leben beginnt bei Dir

News, Magazine, Social Media sind voll mit Fakten, Tipps und endlos vielen Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit im Alltag: „Dies könntest du umstellen und jenes verbessern! Schau doch mal hier und achte immer da drauf…!“ Tausend neue Produkte – mal organic, mal fairtrade, mal recyceltes Plastik. Und tausend Fragen – denn was ist jetzt besser: Bio oder regional? Vegan oder unverpackt? Dann die Horror-Vorstellung: Feierabend bei Rewe und dann auch noch Etiketten nach Palmöl durchforsten. Urlaubsplanung: Eh schon teuer und jetzt auch noch CO2 kompensieren?

WOW. Fängt man erstmal an, sein Leben zu hinterfragen und auf grün zu krempeln, kommt man rasend schnell vom Hundertste ins Tausendste. Gerade noch sucht man nach der unverpackten Biogurke und schon landet man bei einer Petition gegen die Abholzung des Regenwaldes. Plötzlich ist dir alles viel zu viel und irgendwann der Punkt erreicht, an dem du vielleicht verzweifelt kapitulierst und sagst: „Dafür habe ich echt keine Zeit! Sorry, aber aus mir wird wohl doch kein Öko!“

Durchatmen. Wusa.

Nachhaltiger Leben bedeutet eine Lebensumstellung und vor allem eine neue Lebens-Einstellung – aber nicht gleich ein neues Hobby, für das du dir eine extra Seite im Terminkalender reservieren musst! Versprochen!

▶︎  MEIN TIPP:  Start where you are: in einem Bereich, der dir leicht fällt und Freude macht. Wir nehmen uns alle viel lieber Zeit, für Dinge, die uns wirklich interessieren und begeistern.

LUST AUF EINE GRÜNE CHALLENGE?

  • Du bist eine Fashionista und interessierst dich für Mode? Dann geh auf die Pirsch nach einem schicken Fair Fashion-Label oder zeig mal deinen Girls, wo Second-Hand-mäßig der Hammer hängt!
  • Du schwingst leidenschaftlich den Kochlöffel? Probier doch mal aus, deine heiligen Küchenhallen nachhaltiger zu gestalten! Schau, wo der nächste Wochenmarkt liegt und plane den Einkauf als ein richtiges Ritual! Entwirf ein regionales Menü oder back einfach mal zum Spass vegan Kuchen
  • Du bist ein Putzfreak? – Soll es ja geben!:) Es gibt super wirkungsvolle Reinigungsmittel von Mutter Natur! Wasch- und Putzmittel selbst zu machen, ist übrigens auch für Kids ein Riesenspass!
  • Hello Beauty-Queen? Schau mal, was es für tolle Naturkosmetik gibt, die besser für deine Haut und die Umwelt ist! Wer schön sein will, muss leiden ist so yesterday!

2.  Geschmäcker sind verschieden – und ändern sich!

Geschmack, Gewohnheit, Gemütlichkeit. Die drei grossen „G“, die jeden ausgeklügelten Diätplan, das teure Fitness-Abo, sämtliche guten Neujahrsvorsätze und eben auch das Vorhaben, nachhaltiger zu leben, in Null Komma Nix platt machen.

Unser Alltag heisst Alltag, weil er durchzogen ist von festen Abläufen, die wir ohne nachzudenken – das heißt ohne großen Energieaufwand – abspulen können. Manchmal langweilig, aber spart über den Tag verteilt enorme Leistungsressourcen. Unser Tagesablauf, Haushaltsprodukte, Lieblingsessen - ja, sogar die Wege zwischen den Supermarktregalen sind zur festen Gewohnheit geworden, sodass hier jede noch so kleine Veränderung nach Arbeit riecht und bei vielen Leuten Stress auslöst. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

▶︎  GOOD NEWS!  Sobald du mal ein paar Schritte zu einem nachhaltigeren Leben gewagt hast und am Ball bleibst, entwickeln sich rasend schnell neue Gewohnheiten – weil: Gewohnheitstier. Um eine Veränderung in sein Leben zu integrieren und neue, anhaltende Routinen oder Geschmäcker zu entwickeln, dauert es ca. drei Monate. Danach kann man es sich kaum vorstellen, dass es jemals anders war. Funktioniert wirklich!

Ich habe früher zum Beispiel Eier geliebt und mir schmecken sie sicher nach wie vor. Aber irgendwann habe ich aufgehört, Eier zu kaufen – ich wollte es schaffen, zuhause vegan zu leben  – und heute denke ich nicht mal mehr daran. 

▶︎  MEIN TIPP:   Gib dir Zeit, um neue Routinen aufzubauen, aber auch um deine innere Reise mitzuverfolgen. Versuche, nicht hinter jeder Veränderung in deinem Alltag die Mühe zu sehen, sondern das tolle Gefühl, deinem Ziel – nachhaltiger, bewusster und gesünder zu leben – jeden Tag ein Stückchen näher zu kommen. Du wirst sehen, wie vertraut und unverzichtbar schon bald der Stoffbeutel in deiner Handtasche, die frische Luft beim Radlfahren, der Vanille-Soja-Yoghurt oder whatever ist. 

Nachhaltig Leben - Nachhaltig Reisen
Nachhaltig leben mit Leichtigkeit

3.  Nobody is perfect – nicht mal weltverbesserer! 

Jeden Tag Sport, nie wieder Rauchen, ab morgen vegan und komplett Zero Waste... Warum funktionieren solche – wenn auch sehr ehrenwerte – Vorsätze eigentlich nie? Wir nehmen uns viel zu viel auf einmal vor. Am Anfang ist man noch voll motiviert und hängt sich die Messlatte ganz nach oben, weil Warum nicht? und Wenn, dann schon richtig!

Cooler Plan, aber der Realitycheck sagt: vollkommen falscher Weg! Denn mit jedem Mal, wo wir diesen hohen Selbstansprüchen nicht gerecht werden, macht sich Frustration und Enttäuschung breit. Das Ende vom (kurzen) Lied: Wir geben gleich ganz auf und übersehen dabei oft die kleinen Erfolge, die wir doch schon längst hätten feiern können.

▶︎  MEIN TIPP:  Mach langsam und leg den Perfektionismus ab! Mal klappt plastikfrei einkaufen und mal eben nicht? Cappuccino mit Hafermilch läuft bei dir, ohne Käse geht aber gar nix? Zur Oma mit der Bahn gefahren, aber der Thailand-Flug ist längst gebucht? Ist in Ordnung! Weil jeder Schritt zählt!

4.  Such dir ein starkes warum!

Egal, welche Lebensumstellung du planst, das alles entscheidende Stichwort heißt intrinsische Motivation: dein eigener innerer Antrieb. Eine starke Selbstmotivation, die keinen Zuspruch von aussen braucht. Warum, du etwas tust.

Die Lust auf ein nachhaltiges Leben hat bei jedem von uns einen anderen Ursprung. So gibt es Veganer und Vegetarier, die aus gesundheitlichen Gründen zu tierischen Produkte "nein, danke!" sagen. Andere aus moralischen Gründen, andere wegen des Klimawandels, zu dem die Massentierhaltung einen großen Beitrag leistet. Ähnlich in der Zero Waste- und Minimalismus-Bewegung: Geht es den einen vor allem um das Stoppen der Plastikflut, möchten andere sich einfach persönlich von viel zu viel Konsum- und Wegwerfprodukten befreien, weil sie schlicht überfordert sind. Wieder andere wünschen sich, dass ihre Kinder in einer gesunden Welt aufwachsen und wollen ein gutes Vorbild sein.

Das Tolle ist: Jeder Beweggrund für ein nachhaltiges Leben ist ein guter. Ganz gleich, ob du es erst einmal für das Allgemeinwohl tust, oder für dich ganz persönlich - es gibt da keinen Unterschied! Denn wenn jeder aus ganz egoistischen Motiven seinen ökologischen Fussabdruck verkleinert, ist am Ende trotzdem allen geholfen.

▶︎  MEIN TIPP:  Such dir ein starkes Warum! Warum möchtest du nachhaltiger Leben? Was ist dir wichtig? Für wen oder was bist du bereit für eine Veränderung in deinem Leben? Was ist das Beste, was passieren kann?

Nachhaltig leben mit weniger Plastik
Nachhaltig leben - Minimalismus

5.  Nimm erst DIE leichte Kost, dann die schweren brocken!

Was ich auf unserer Reise zu mehr Nachhaltigkeit festgestellt habe: Es gibt Lebensbereiche, in denen uns eine Veränderung relativ leicht fällt: Plastikvermeidung, natürliche Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel oder Energiesparen. Hier geht es meistens darum, nachhaltigere Alternativprodukte zu finden und das Angebot ist mittlerweile riesig.

Und dann gibt es die schweren Brocken: Themen wie Ernährung, Mobilität, Mode und Reisen, die meistens nicht so einfach von heute auf morgen auf grün gedreht werden können. Gar nicht mal so sehr, weil sie besonders komplex wären, sondern vielmehr, weil hier eine milliardenschwere Industrie – Foodkonzerne, Autoindustrie, Modelabels und der Tourismussektor – mit im Spiel sind, die von uns alles möchten, aber bloß nicht, dass wir deren Konzepte und Produkte hinterfragen.

Was eine Veränderung hier zusätzlich erschwert: All jene Lebensbereiche sind wahnsinnig emotional aufgeladen und mit Traditionen, einem Zugehörigkeitsgefühl, Statussymbolen – ja, mit unserem ganzen Persönlichkeitsbild verknüpft.

▶︎  MEIN TIPP:  Geh diese Themen im zweiten Step an, da sie eine gute Informationsgrundlage und eine tiefergehende Veränderung bei dir selbst voraussetzen – aber auch eine enorme Bewusstseinssteigerung bewirken.

Es ist also ganz normal, dass du dich am Anfang super gut mit fester Seife und dem Verzicht auf Alufolie arrangieren kannst, bei Veganismus oder dem Gedanken an ein Leben ohne Auto der Spass aber erstmal aufhört. Ist ok! Stärke dich mit leichter Kost, bevor die schweren Brocken anpackst!

6.  Hüll dich ein in Natürlichkeit!

Ein luftiger Raum mit Pflanzen in sattem Grün. Nackt schlafen in Leinenbettwäsche. Barfuß durchs Gras gehen. Sonne im Gesicht spüren. Der Duft von Olivenölseife. Mein Kleid in der Lieblingsfarbe. Ein knallroter Beeren-Smoothie... Das alles bedeutet für mich Natürlichkeit, Wertschätzung, Nachhaltigkeit.

In diesen Momenten fühle ich mich verbunden mit der Natur. Ich spüre, dass alles um mich ist, was ich wirklich brauche. Ich bin genug.

Diese bewussten Momente stärken mich, laden mich auf und rücken vieles andere in den Hintergrund. Zum Beispiel, irgendwelchen Schnickschnack zu kaufen, den ich doch gar nicht brauche. Das nächste Kleid zu shoppen, obwohl ich doch eh diese drei im Schrank am meisten liebe. Wieder einmal in Eile irgendetwas zu essen, obwohl ich doch weiß, was meinem Körper gut tut.

▶︎ MEIN TIPP:  Hüll dich ein in Natürlichkeit! Umgib dich mit Holz, Leinen, Baumwolle, Pflanzen, Obst und Gemüse, schönen Seifen und duftenden Ölen. Lass die Natur in dein Leben und staune über die Verbindung, die da entsteht! Weil du es dir wert bist (und nur hier passt dieser Werbe-Slogan!).

Nachhaltig wohnen
Nachhaltig Leben - Gesundheit

7.  NIMM es persönlich!

Ok, jetzt kommt ein Punkt, der vielleicht weh tut, der mich selbst wütend und emotional macht und den ich versuche zu klären, ohne dich belehren zu wollen.

Ich gehe fest davon aus, dass du gegen Tierleid, Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzung, Ausbeutung, Urwaldrodung, Luftverseuchung und Wasserverschmutzung bist. Die allermeisten sind dagegen. Und trotzdem passiert all das jeden Tag, jetzt gerade – für Produkte und „Lebensmittel“, die wir täglich konsumieren.

Das zu lesen tut weh. Und wir wissen das auch eigentlich alles. Trotzdem kaufen, essen und leisten wir uns all diese Produkte immer wieder, für deren Herstellung Leid und Zerstörung Kauf genommen wird. Warum?

Ich denke, der Grund, warum viele einfach nicht hinsehen können, ist schlicht Selbstschutz: weil die Realität grausam ist. Der Grund, warum wir nichts dagegen tun, ist leider noch viel banaler: Es betrifft uns nicht.

Zumindest denken wir das. Smog in Peking, Hunger in Bangladesh, Müllberge auf den Philippinen, Massentierhaltung hinter hohen Mauern. Alles so schlimm. Alles weit weg. Aber was können wir schon tun?

zeig mal echtes mitgefühl!

Stellen wir uns nur für eine Minute vor, unserer Großmutter zuzumuten, ihre Kleider per Hand in einem chemieverseuchten Fluss zu waschen. Unsere Kinder 12 Stunden am Tag an eine Nähmaschine zu zwingen. Oder unsere gesunde Katze Mimi zum Schlachter zu bringen, weil sie nach vier Jahren am besten schmeckt.

Klingt makaber? Sorry für die Bilder, aber nur mit solchen Vergleichen brechen wir unseren meterdicken Schutzpanzer auf und begreifen, was wir einfach nicht wahrhaben wollen: Wir lassen leiden, wir fördern Ungerechtigkeit, wir lassen zerstören. Das alles passiert auf der Welt und wir tragen unseren Anteil. Und verfolgt man die Lieferkette unserer T-shirts, Burger, Fernseher und Autos, dann leuchtet der direkte Draht zwischen unserem Wohnzimmer und vielen Krisengebieten auf diesem Planeten feuerrot auf. #sorryheilewelt

​​​​NACHHALTIG LEBEN HEISST SICH VERBUNDEN FÜHLEN

Das alles an sein Herz zu lassen, ist manchmal schmerzhaft. Aber es macht uns alle wieder menschlicher, mitfühlender, achtsamer und bewusster. Und genau das braucht diese Welt: DICH mit deinen natürlichen Emotionen, deiner Empathie und deinem Wissen, das alles auf diesem Planeten in Verbindung ist – egal ob wir das nun aus wirtschaftlicher oder spiritueller Sicht sehen.

Ja, diese emotionale Verbindung zur Natur, Menschen und Tieren ist eine Herausforderung, vor allem weil sie oft so hilflos macht, schließlich können wir alleine ja doch nicht die Welt retten. Aber diese Verbindung erdet auch, macht stärker und motiviert uns jeden Tag dazu, trotz aller Missstände und persönlicher Hürden aktiv zu werden und für die Werte einzustehen, die uns wichtig sind: Freiheit, Liebe, Fürsorge, Respekt. ▶︎ MEIN TIPP: 

Nachhaltig leben - Naturverbundenheit

Das alles an sein Herz zu lassen, ist manchmal schmerzhaft. Aber es macht uns alle wieder menschlicher, mitfühlender, achtsamer und bewusster. Und genau das braucht diese Welt: DICH mit deinen natürlichen Emotionen, deiner Empathie und deinem Wissen, das alles auf diesem Planeten in Verbindung ist – egal ob wir das nun aus wirtschaftlicher oder spiritueller Sicht sehen.

Ja, diese emotionale Verbindung zur Natur, Menschen und Tieren ist eine Herausforderung, vor allem weil sie oft so hilflos macht, schließlich können wir alleine ja doch nicht die Welt retten. Aber diese Verbindung erdet auch, macht stärker und motiviert uns jeden Tag dazu, trotz aller Missstände und persönlicher Hürden aktiv zu werden und für die Werte einzustehen, die uns wichtig sind: Freiheit, Liebe, Fürsorge, Respekt. ▶︎ MEIN TIPP: 

Open your heart and see what will happen!

Wir hoffen sehr, dass der ein oder andere gute Tipp für dich dabei war und vielleicht sogar eine Hürde im Kopf gefallen ist! Wir freuen uns über deine Gedanken dazu in den Kommentaren und wenn du den Artikel teilen möchtest – Sharing is Caring!

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